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Auf ca. 2500 Auftritte bei weit über 30 Jahren Bühnenpräsenz (u. A. mit Ape, Beck & Brinkmann 1979 – 1988; Ape&Feuerstein 1989 – 2003) kann der beliebte Songwriter, Sketchautor, Kabarettist und mit vielen Wassern gewaschene Kleinkünstler zurück schauen. In den Fußstapfen der großen Liedermacher wie Hannes Wader und Reinhard Mey (mit dem er übrigens im Juli 2009 bei der BR TV Produktion „Songs an einem Sommerabend“ gemeinsam auftrat) fing er in den 70ern an, Songs in deutscher Sprache zu schreiben. Seine Lieder handeln von der Widrigkeit und der Poesie des Daseins; unverwechselbar ist die Wirkung seiner in schöne Folk Rock Melodien umgesetzten Texte. Am spannendsten sind die Momente kleiner satirischer und alltagsphilosophischer Reflexionen, die uns alle angehen, die wir aber selten so sympathisch serviert bekommen.
Mit ironischem Unterton, süffisanter Wortwahl und dem Charme eines jungen Kickers, erobert Ape sein Publikum. Mit lustigen und respektlosen Songs und Geschichten erklärt der verhinderte Nationaltorwart und das ewige Tennistalent Fred Ape seinem Publikum, was Cowboys sonst noch dürfen (außer im Stehen pinkeln). Schwungvoll, spritzig und sich gekonnt auf der Gitarre begleitend, schildert der Liedermacher Erlebnisse um das älter werden und jung bleiben. Dabei bewegt er sich zwischen heiteren und ernsten Themen: „Du guckst Fußball interessiert, ist schon klar wer kommentiert… Kerner, Johannes B. Kerner.“ Die Allzweckwaffe des deutschen TV Schwafel Journalismus. Er sinniert über den Beruf des Bestatters, die Finanzkrise und d ie Qualität des Ruhrpotts. Wenn er von häuslichen Spinnenphobien berichtet und dabei locker Darwins Evolutionstheorie erklärt, greift er tief in eine Erfahrenskiste, ohne je ins Banale zu rutschen.
Ein so konfliktreiches Leben bringt auch heftige Erziehungskämpfe mit aufmüpfigen Teenies im „kritischen“ Alter mit sich. Fred Ape besingt die Probleme der jetzt Pubertierenden im Lied "Sie ist so jung", als melancholisch verträumten Rückblick auf die eigene Jugend. Wenn die Zeit für Lebensrückblicke gekommen ist, sind ebenso plötzlich kreative Ideen gefragt, um sich den Tod vom Halse zu halten. Kein Problem für Ape: denn im Moment hat er noch keine Zeit für ihn, aber…“Sonst gerne“!
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